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20. Fachtagung Psychosoziale Rehabilitation

Durch Widerstandsfähigkeit mit chronischer Erkrankung leben lernen

Bad Kreuznach (24. Juni). „Wir müssen dafür sorgen, dass Kinder die Chancen bekommen, die sie verdienen“, sagte Staatssekretär David Langner, der gemeinsam mit Dr. Gerald Gaß, Geschäftsführer des Landeskrankenhauses (AöR), und Bad Kreuznachs Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer die 20. Tagung „Psychosziale Rehabilitation der Pädidatrie“ eröffnete. Die Tagung wurde von der Klinik Viktoriastift in Kooperation mit der Edelsteinklinik der Deutschen Rentenversicherung organisiert.

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Dr. Gerald Gaß, Geschäftsführer des Landeskrankenhauses (AöR), eröffnete die 20. Tagung „Psychosziale Rehabilitation der Pädidatrie“ in der Klinik Viktoriastift.

Jedes zehnte Kind in Deutschland leidet an einer chronischen Krankheit, so der Staatssekretär. Das birgt das Risiko für eine psychische Erkrankung. Da es schwierig ist, „das später wieder einzuholen“, müsse man sich bereits im Kindesalter mit der Thematik befassen. „Prävention insgesamt muss stärker in den Vordergrund gerückt werden.“ Alwin Baumann (Sprecher Bündnis für Kinder- und Jugendrehabilitation) machte deutlich, dass diese Prävention mit dem neuen Flexirentengesetz einen „Durchbruch“ erhalten habe. Kinder- und Jugendreha werde zur Pflichtleistung bei der Deutschen Rentenversicherung. Durch Nachsorge werde die Reha nachhaltiger.

Alltag mit Krankheit konstruktiv gestalten

Kinder und Jugendliche erleben eine chronische Erkrankung zunächst als Einschränkung. Um der Herausforderung zu begegnen, gibt es viele Möglichkeiten des Ausgleichs, um den Alltag mit der Krankheit konstruktiv zu gestalten. Behandlungsaspekte aus unterschiedlichen professionellen Ansätzen und Betrachtungen zu vielfältigen Sozialisationseinflüssen können wirksame Hilfen bieten. Dem widmete sich die Tagung in Bad Kreuznach.

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Dr. Johannes Oepen, Ärztlicher Direktor der Klinik Viktoriastift, und Dr. Edith Waldeck, Ärztliche Direktorin der Edelsteinklinik, begrüßten als Organisatoren der Tagung die Zuhörer (links: Beate Kentner-Figura, Chefärztin der Klinik Viktoriastift).

Resilienz ist keine Charaktereigenschaft

Dr. Michael Wünsche (Evangelische Hochschule Freiburg) sprach zum Thema „Resilienz und Handeln in der Pädagogik“. Resilienz oder psychische Widerstandsfähigkeit ist die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und sie durch Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen als Anlass für Entwicklungen zu nutzen. Sie ist verbunden mit positiven Lernerfahrungen und „keine Charaktereigenschaft“, so der Referent.

Bewegungsförderung im Kindesalter

PD Dr. Freia De Bock, Leiterin des Querschnittsbereichs Frühe Prävention und Gesundheitsförderung am MIPH, gab Empfehlungen für die Bewegungsförderung im Kindesalter („Bewegung als kindliches Grundbedürfnis“). Die Tanz- und Körpertherapeutin Bea Carolina Remark gab mit einem Kurzfilm Einblick in die Arbeit mit Tanz und Bewegung. Vorträge des Vormittags wurde im Rahmen von Workshops mit den Dozenten vertieft.

Am Nachmittag sprach die Diplom-Lauftherapeutin Inge Umbach über „Laufen mit Kindern und Jugendlichen, auch bei Verhaltensproblemen“. Prof. Dr. Markus Steffens, Chefarzt der Abteilung Allgemeinpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik 2 an der Rheinhessen-Fachklinik Alzey, referierte über „Psychische Gesundheit, Familie und Resilienz“.

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