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Beantragung

Voraussetzung für eine stationäre Rehabilitation ist das Vorliegen einer chronischen, bzw. chronisch- rezidivierende Gesundheitsstörung (von Krankheitswert). Häufig ergeben sich (auch noch) aus dieser Störung folgend oder unabhängig davon weitere Gesundheitsstörungen, die dann auch unbedingt (für ein Rehabilitationsverfahren) mit erwähnt werden müssen.

Die klare Formulierung von Zielen für die Rehabilitation ist sehr wichtig (für eine Bewilligung) z.B.:

Herausnahme aus der Situation, die zu Hause zu problematischen Interaktionen geführt hat. Schulung (diese beiden Begründungen sind oft sinnvoll, manchmal jedoch alleine nicht ausreichend für die Bewilligung einer stationären Rehabilitation). Verhaltensbeobachtung und Verhaltensmodifikation in alltagsnaher Situation. Training: Krankengymnastik, Ergotherapie, Sport, Selbständigkeitsförderung. Förderung der Krankheitsbewältigung, Förderung eines angemessenen Gesundheitsverhaltens, Entspannungstraining. Selbständigkeitstraining bezogen auf den Umgang mit der Krankheit, bezogen auf folgende Entwicklungsaspekte (die hier dann aufgeführt werden müssen).

Für stationäre Rehabilitationsmaßnahmen bei Kindern und Jugendlichen kann von vornherein ein Zeitraum von 6 Wochen beantragt und bewilligt werden (wenn dies erfahrungsgemäß aus medizinischen Gründen notwendig ist).

Oft ist es hilfreich sich mit Rehabilitationsmedizinern (oder Ärzten der medizinischen Dienste) abzusprechen, um eine solche Rehabilitationsplanung indikationsgerecht zu erstellen. Auch bei Ablehnung eines Antrages sind solche Rücksprachen möglich (z.B. Arbeitsgemeinschaft Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen - Bundesrepublik Deutschland e.V).

Wenn als Kostenträger eine Krankenkasse gewählt wird, muss bei der zuständigen Geschäftsstelle ein.

Antrag nach § 40, Absatz 2, SGB V organisiert werden. Dieser Antrag muss mit Unterschrift eines Arztes, anhand der oben genannten Kriterien, die medizinische Notwendigkeit bescheinigen. Eine solche Heilmaßnahme kann nur in einer Einrichtung durchgeführt werden, die eine Anerkennung nach § 111 SGB V haben. Offene Badekuren oder ambulante Kuren werden für Kinder weder von Kostenträgern noch von den Fachgesellschaften empfohlen.
Wenn der Kostenträger für die stationäre Rehabilitation des Kindes / Jugendlichen eine Rentenversicherung ist, muss bei der Geschäftsstelle dieser Versicherung ein Antrag nach § 31 SGB VI organisiert werden, der wiederum durch einen Arzt unterschrieben nach den medizinischen Kriterien die Notwendigkeit eines stationären Aufenthaltes bescheinigt.

Privat- Patienten, ebenso ein Teil der Angestellten des öffentlichen Dienstes oder Beamte müssen entsprechend der Beihilfeordnung einen Antrag auf Bewilligung eines stationären Aufenthaltes selbst stellen. Auch hierbei kann der behandelnde Arzt behilflich sein.

Eine Zuzahlung, wie dies bei Rehabilitationsmaßnahmen für Erwachsene eingeführt wurde, ist bei Kindern und Jugendlichen nicht notwendig.

Wichtig: Die Kostenübernahme für den Patienten und eventuell auch für Begleitpersonen muss immer vor Antritt des Aufenthaltes geregelt sein. Die Mitteilung der Vorgeschichte (medizinisch, psychisch, sozial) auf dem klinikeigenen Vordruck hilft, den Aufenthalt sinnvoll zu planen.

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